Hamm: Sanierung eines denkmalgeschützen Fachwerkhauses

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Projektdaten

Ort:
59071 Hamm

Gebäudekategorie:
Wohnhaus, Denkmalgeschutz, Fachwerkhaus, Einfamilienhaus

Bauvorhaben:
Denkmalgeschützte Sanierung, Gebäudeanhebung

Jahr der Fertigstellung:
2020

Architekturpreis:
Architekturpreis 2022 "Gutes Bauen" der Stadt Hamm in der Kategorie Historische Bauten/Denkmal.

Urkunde:
Preisträger 2022 "Gutes Bauen"


Das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1841 wurde zunächst von den zu einem späteren Zeitpunkt angebauten Teilen (1914 + 1968) befreit, sodass der eigentliche Baukörper mit einer Grundfläche von ca. 105 m² hervortrat. Durch die Abbruchmaßnahmen wurde erkennbar wo und wie stark das Gebäude beschädigt war.

An der Ost- und Südseite mussten viele Fachwerkständer und -Balken ausgetauscht bzw. ergänzt werden. Auch der Schwellenbereich musste komplett erneuert werden.

Nachdem das Gebäude komplett entkernt war, wurde das ganze Gebäude mittels Hydraulikpressen um ca. 80 cm angehoben. Es wurden neue Fundamente, die Bodenplatte und der Sockel erstellt, auf die das Gebäude anschließend abgesetzt wurde. So wurde für das Erdgeschoss genügend Raumhöhe gewonnen.

Für das 2. Obergeschoss wurde durch die Verstärkung und Erneuerung des Dachstuhls die Raumhöhe mittels eines höher gelegenen Kehlbalkens erreicht.

Das Gebäude wurde energetisch auf den Stand eines Effizienzhaus 85 (EnEV 2014) gebracht, was durch eine Innendämmung aus Holzweichfaserplatten, eine Zellulose-Einblasdämmung im Dach und modernster Heizungstechnik erreicht wurde.

Das Fachwerk wurde in Lehmbauweise ausgefacht und anschließend mit Lehmputz geputzt, was zu einem sehr angenehmen und gesunden Gebäudeklima führt.

Nach einer Bauzeit von einem Jahr und neun Monaten war das Gebäude im September 2020 bezugsfertig.


Architekturpreis "Gutes Wohnen" 2022 der Stadt Hamm in der Kategorie "Historische Bauten/Denkmal"

Im Jahr 2017 hat die Stadt Hamm - gemeinsam mit Partnern aus der Bau- und Wohnungswirtschaft sowie den Architektenkammern - erstmalig den "Innovationspreis Bauen" ausgelobt. In 2022 wurde der Preis, der zwischenzeitlich in Preis "Gutes Bauen" umbenannt wurde, zum zweiten Mal ausgeschrieben.

Im zweiten Durchlauf des Wettbewerbs in 2022 wurden 15 Projekte nominiert. In fünf Gebäude-Kategorien wurden verschiedene Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Architektur und Städtebau, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, soziale Brauchbarkeit oder besondere Formen der Zusammenarbeit bewertet.

Aus der Bewertung der Jury für dieses Projekt: "Bei dem Gebäude aus dem Jahr 1860 handelt es sich um eines der letzten erhaltenen Fachwerkhäuser in der Innenstadt. Der Umgang mit dem alten Bestand erfolgte hier besonders subtil und feinsinnig. Das behutsame Vorgehen auch im Innern führt zum Erhalt alter Strukturen wie der Treppen oder Fliesen. Selbst die Dachgauben, eigentlich ein Eingriff in das historische Gebäude, sind architektonisch sehr gelungen. Der aufwendig gestaltete, wunderschöne Stadtgarten ist eine kleine Oase mitten in der Stadt."

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